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Color

Die Diamanten-Farbe: Weiß, die Summe aller Farben

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Diamanten ist die Farbe. Grundsätzlich gilt: Je weißer der Diamant im Tageslicht erscheint, desto höher seine Qualität. Bei Diamanten ohne farbliche Tönung fällt das weiße Tageslicht ungehindert ein und wird in alle Spektralfarben gebrochen.

Diamanten werden in Farbgrade von D–Z eingestuft, wobei die Tönung einen deutlichen Einfluss auf den Wert eines Diamanten haben kann. So unterscheiden sich zwei in die Farbgrade D und E eingestufte Steine mit ansonsten gleichen Qualitätsmerkmalen preislich bis zu 30%. Kleinere Diamanten bis 0,50 Karat werden noch bis zu der Stufe H als »farblose« Diamanten eingestuft. Die Farbgrade I–J stehen für »beinahe farblos«, während Steine mit schwacher Tönung in die Farbgrade K, L und M eingestuft werden.

Farbgrade von Diamanten:

D River+ Hochfeines Weiß + / HFW+ Exceptional White +
E River Hochfeines Weiß / HFW Exceptional White
F Top Wesselton + Feines Weiß + / FW+ Rare White +
G Top Wesselton Feines Weiß / FW Rare White
H Wesselton Weiß / W White
I Top Crystal + Leicht getöntes Weiß / LGW+ Slightly Tinted White +
J Top Crystal Leicht getöntes Weiß / LGW Slightly Tinted White
K Crystal + Getöntes Weiß / GW+ Tinted White +
L Crystal Getöntes Weiß / GW Tinted White
M–Z

Fancy Diamonds

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, und nicht immer müssen farbige Diamanten weniger wertvoll sein: So genannte Fancy Diamonds in den Farben rosa, rot, blau, grün oder gelb liegen im Trend. Fancy Diamonds unterteilt man gemäß ihrem Farbsättigungsgrad in die Klassen Faint, Very light, Fancy Light, Fancy, Fancy Intense, Fancy Deep und Fancy Vivid.

Und so entsteht der Farbeindruck von Diamanten

Gelblicher Rohdiamant aus Südafrika auf Kimberlit.Zoom Gelblicher Rohdiamant aus Südafrika auf Kimberlit.Foto: Géry Parent

Weißes Tageslicht setzt sich aus verschiedenen Farbkomponenten zusammen. Trifft das Licht auf die spezifische atomare Struktur und chemische Zusammensetzung eines Diamanten, werden Teile des Lichts absorbiert und andere treten aus, sodass das austretende Licht einen spezifischen Farbeindruck hinterlässt. Werden hingegen alle Wellenlängen transmittiert, erscheint der Diamant weiß.

Spurenelemente oder so genannte Übergangselemente wie Chrom, Mangan, Eisen, Kupfer, Nickel, Titan oder Vanadium nehmen bereits während der Entstehung des Diamanten einen Einfluss auf den Farbeindruck. Darüber hinaus kann künstliche oder auch natürliche Bestrahlung Störungen der Kristallgitterstruktur verursachen und dadurch nachträglich zu einer Farbveränderung führen.

Die Farbgraduierung von Diamanten wird durch das menschliche Auge geschulter Experten bestimmt, wobei ein Vergleichssatz aus sieben Steinen, darunter ein künstlicher Zirkonia, herangezogen wird. Für die Farbestimmung von Diamanten dürfen ausschließlich Lichtquellen mit einer Farbtemperatur von 5.000 bis 5.500 Kelvin eingesetzt werden, was dem natürlichen Tageslicht entspricht. Zum Vergleich: Kerzenlicht hat ca. 1.500 Kelvin, eine Glühlampe von 40 Watt rund 2.800 Kelvin, eine Halogenlampe ca. 3.000 Kelvin, die Abendsonne rund 5.000 Kelvin und die Mittagssonne 5.500 Kelvin.

Gerade bei kleinen Steinen ist die Bestimmung der Farbe angesichts der vielen kleinen Facetten deutlich schwieriger als bei großen Steinen. Diamantenprofis hauchen den Diamant an, sodass er matter wirkt. In dem Augenblick, in dem sich die Feuchtigkeit verflüchtigt, lässt sich die Körperfarbe des Steins am deutlichsten erkennen.

Fluoreszenz

Ein weiteres typisches Merkmal eines Diamanten ist die Fluoreszenz. Als Fluoreszenz bezeichnet man das sichtbare Licht, das einige Diamanten abstrahlen, sobald Sie ultravioletter Strahlung ausgesetzt werden. Die Fluoreszenz fließt als typisches Erkennungsmerkmal in die Beurteilung der GIA mit ein, führt jedoch nicht zu einer Veränderung in der Beurteilung des Farb- oder Reinheitsgrades.

Man kennt folgende Fluoreszenzstufen:

  • None oder Nil: Keine Fluoreszenz
  • Faint oder Very Slight: Schwache Fluoreszenz
  • Medium oder Slight: Mittlere Fluoreszenz
  • Strong: Starke Fluoreszenz
  • Very Strong: Sehr starke Fluoreszenz