Home > Diamanten > Schwarze Diamanten
Schwarze Diamanten

Schwarze Diamanten

Faszination schwarzer Diamant

Schwarze Diamanten kaufen

Wussten Sie, dass es auch schwarze Diamanten gibt? Schwarze und weiße Diamanten sind wie Yin und Yang: Während weiße das Licht in allen Spektralfarben reflektieren, absorbieren schwarze Diamanten es nahezu vollständig. Allerdings sind echte, natürliche schwarze Diamanten relativ selten. Mit unseren Tipps erkennen Sie, ob ein schwarzer Diamant sein Geld wert ist:

Echte schwarze Diamanten und Fälschungen

Digger's führt selbstverständlich nur echte schwarze Diamanten. Wer online nach schwarzen Diamanten sucht, gerät allerdings nicht selten an Angebote, in denen Imitate, künstlich hergestellte oder behandelte Diamanten angeboten werden. Die billigsten Imitate sind einfache Glassteine. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie schwarze Diamanten kaufen.

So erkennen Sie, ob ein schwarzer Diamant echt ist:

Vorsicht ist zum Beispiel geboten, wenn ein sogenannter schwarzer Diamant in der Artikelbeschreibung mit den folgenden Begriffen umschrieben wird:

  • Moissanit oder Moisssanite
  • Synthetischer Diamant oder Synthetic Diamond
  • GE-Diamant (General Electric)
  • Enhanced
  • Behandelt oder farbbehandelt

Digger’s ist Spezialist für exklusiven Schmuck mit schwarzen und weißen Diamanten:

Diamant-Ring »City Lights«
Unikat
1.875 €

Schwarze Diamanten kaufen

Schwarze Diamanten sind in Mode, wenn man angesichts ihrer Zeitlosigkeit überhaupt von einer Mode sprechen kann. So wie das »kleine Schwarze« in den Kleiderschrank jeder Frau gehört, passt ein schwarzer Diamant zu jedem Kleidungsstil – ob zu Abendgarderobe oder zu Jeans. Als Solitär oder in Kombination mit einem weißen Diamanten oder Edelstein schaffen schwarze Diamanten Kontraste und heben so zum Beispiel einen Lieblings-Ring hervor, den eine Frau täglich trägt. 

Kaufberatung für schwarze Diamanten

Schwarze Moissanite sind meist künstlich hergestellte schwarze Diamanten

Moissanite und Diamanten sind unterschiedliche Mineralien, die beide in der Natur vorkommen können. Moissanit wird jedoch für Schmuck häufig synthetisch hergestellt und als Diamanten-Imitation verwendet – auch für schwarze Diamanten. Ausschlaggebend für den Preis von Diamanten ist jedoch immer die Seltenheit. Selbstverständlich sind synthetisch hergestellte Moisssanite hinsichtlich ihrer Seltenheit keineswegs mit natürlichen Diamanten zu vergleichen.

Reine Moissanite sind zwar eigentlich farblos, durch Beimischung von Aluminium oder Bor kann Moissanit aber auch in Schwarz hergestellt werden. Chemisch betrachtet besteht Moissanit aus Siliciumcarbid, nicht aus reinem Kohlenstoff, wie der Diamant.

Farbveränderte schwarze Diamanten

Als schwarze Diamanten in den 1990er Jahren wieder verstärkt in Mode kamen, wurden zahlreiche Imitationen auf den Markt geworfen, indem man herkömmliche Diamanten von minderwertiger Qualität künstlich einfärbte. Mittels Neutronenbestrahlung lässt sich ein fast schwarzer, tiefdunkelblauer oder tiefdunkelgrüner Farbton erzeugen, der erst bei genauerer Untersuchung als Imitat zu entlarven ist.

Farbveränderte Diamanten müssen als »enhanced«, »behandelt« oder »farbbehandelt« gekennzeichnet werden. Selbstverständlich kommt ein solcher »falscher« schwarzer Diamant weder optisch noch hinsichtlich seines Wertes an das Original heran – ein echter schwarzer Diamant ist und bleibt etwas Besonderes.

Preise für schwarze Diamanten

Echte schwarze Diamanten sind selten und auch entsprechend wertvoll. Wenn Sie feststellen, dass die Preise für schwarze Diamanten extrem niedrig sind, ist dies mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit kein seriöses Angebot.

Ein beliebter Trick ist auch unseriöse Suchmaschinenwerbung: Sie geben über eine Suchmaschine das Wort »schwarzer Diamant« ein und finden Schmuck, der auf den ersten Blick so aussieht. Tatsächlich ist dann aber in der Artikelbeschreibung nirgendwo mehr ein Hinweis auf einen echten schwarzen Diamanten zu finden, stattdessen ist dann im Kleingedruckten zum Beispiel von einem Moissanit die Rede ... So ist das eben: Qualität hat immer einen gewissen Preis. Gerne geben wir auch telefonisch Auskunft über den aktuellen Marktpreis von schwarzen Diamanten!

Die schwarze Farbe der Carbonados kommt durch den hohen Kohlenstoff- bzw. Graphitgehalt zustande.Zoom Die schwarze Farbe der Carbonados kommt durch den hohen Kohlenstoff- bzw. Graphitgehalt zustande.Foto: Photobucket

Tiefschwarz durch Kohlenstoff und Graphit

Echte schwarze Diamanten sind, wie der Name sagt, tiefschwarz. Gelegentlich kommen jedoch auch dunkelgraue oder rostbraune Farbtönungen vor.

Der Begriff »Best Make« bei schwarzen Diamanten

Ein Blick in die Digger’s Preisliste für schwarze Diamanten zeigt für die Schliffgüte und andere Qualitätsmerkmale häufig die Kategorie »Best Make«. Was bedeutet dies?

Schwarze Diamanten werden bei der Schliffgraduierung anders bewertet als weiße Diamanten. Während ein hervorragender Schliff bei weißen Diamanten gemäß den von der GIA angelegten Bewertungskategorien mit »Excellent« beschrieben wird, drückt der Begriff »Best Make« die bestmögliche Bewertungskategorie für schwarze Diamanten aus.

Weshalb wird hier scheinbar mit zweierlei Mass gemessen? Für die Schmuckproduktion wird bei schwarzen Diamanten vielfach versucht, das maximale Karatgewicht zu erhalten. Kleine Unebenheiten an der Steinoberfläche oder Mängel in der Symmetrie werden bewusst belassen – jedoch auf Kosten der Ausstrahlung des schwarzen Diamanten.

Zwar gibt es, anders als bei weißen Diamanten, bei schwarzen Diamanten keine Innenreflexion, wohl aber eine Außenreflexion. Ein »Best Make« Schliff – der perfekt symmetrische, optimal geschliffene schwarze Brillant – reflektiert das Licht an der Steinoberfläche maximal, sodass der Stein stärker funkelt und glänzt als ein qualitativ minderwertiger schwarzer Diamant.

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Bei Digger’s erhalten Sie ausschließlich echte schwarze Diamanten. Imitate hingegen müssen als »enhanced« oder »behandelt« gekennzeichnet werden.

Chemisch sind Carbonados Aggregate aus vielen kleinen Diamanten-Kristalliten.Zoom Chemisch sind Carbonados Aggregate aus vielen kleinen Diamanten-Kristalliten.Foto: Photobucket

Schwarzer Diamant – Aussehen und Kristallstruktur

Schwarze Diamanten weisen eine Vielzahl winziger schwärzlicher Einschlüsse aus Kohlenstoff bzw. Graphit auf, die gelegentlich derart zahlreich vorkommen, dass sie elektrisch leitfähig sind. Dass Meteoriten solche deutlich messbaren Interferenzen erzeugen können, stellte man auch in Bangui, Zentralafrika fest, wo sich ein Meteorit als Ursache für magnetische Felder erwies. Das untermauert auch die unter »Entstehung« beschriebene Asteroidentheorie.

Schwarze Diamanten enthalten oft variable Anteile diverser Metalloxide, darunter aluminium-, kalium- oder siliciumhaltige Minerale. Die zahlreichen Poren sind oftmals mit Beryllium, Chrom, Calcium, Eisen, Kupfer, Magnesium oder Nickel durchsetzt. Manche Forscher sind der Ansicht, dass dunkelgraue oder rostbraune Farbtönungen durch ein späteres Eindringen verschiedener chemischer Elemente in die poröse Kristallstruktur schwarzer Diamanten zurückzuführen sind. Dass Metalle wie Beryllium, Calcium, Chrom, Eisen, Kupfer, Magnesium und Nickel bereits im Rahmen der Entstehung schwarzer Diamanten eingeschlossen worden seien, sei unwahrscheinlich.

Schwarzer Diamant: Der ungleiche Zwilling des weißen Diamanten

Ein schwarzer Diamant ist sogar noch härter als ein gewöhnlicher Diamant – mit einer Mohshärte von 10 weist er den höchstmöglichen Härtegrad auf. Wären schwarze Diamanten nicht so selten, wären sie daher prädestiniert für industrielle Einsatzzwecke, zum Beispiel zum Schleifen besonders harter Materialien.

Die Dichte des Carbonado ist mit 3,1 bis 3,4 g/cm³ geringer als die gewöhnlicher Diamanten, die eine Dichte von 3,5 g/cm³ aufweisen. Das ist auf die mikrokristalline Porenstruktur der Carbonados zurückzuführen, wodurch sie zudem schwierig zu verarbeiten und zu schleifen sind. Mit dem bloßen Auge sind die kleinen Kristalle in schwarzen Diamanten nicht zu erkennen.

Auf versprengten Meteoriten solcher Sternexplosionen gelangten schwarze Diamanten vermutlich auf die Erde. Zoom Auf versprengten Meteoriten solcher Sternexplosionen gelangten schwarze Diamanten vermutlich auf die Erde. Foto: NASA

Stumme Zeugen einer Sternenexplosion ...

Ein kleiner schwarzer Diamant spaltet die Wissenschaft: Forscher nahmen bislang an, dass schwarze Diamanten, wie weiße auch, unter hohem Druck in vulkanischen Erdschichten gebildet werden. Neuere Forschungen belegen: Schwarze Diamanten sind nicht nur überirdisch schön, sondern tatsächlich nicht von dieser Welt.

Wenn Sterne explodieren, bilden sich gigantische Gas- und Staubwolken, aus denen auch unser Sonnensystem hervorgegangen ist. Aus dem bei einer solchen Sternenexplosion im All freigesetzten Staub sollen sich unter Einwirkung von Graphit im Laufe der Jahrmillionen schwarze Diamanten gebildet haben. Durch einen Asteroideneinschlag von ungeheuerlicher Intensität seien schwarze Diamanten schließlich auf die Erde gelangt, wie ihre mikrokristalline Struktur beweise.

Während die internationale Forschergemeinde diskutiert und sowohl für die irdische, als auch für die interstellare Entstehung glaubhafte Beweise vorlegt, ist sich der Rest der Menschheit bezüglich der Faszination, die schwarze Diamanten ausüben, seit Jahrhunderten einig. Lange bevor man die wissenschaftlichen Methoden und Instrumente hatte, um die Herkunft schwarzer Diamanten näher zu untersuchen, schätze man diese seltenen Mineralien bereits ...

Schwarze Diamanten sind Zeitzeugen eines kosmischen Supergaus in der Frühgeschichte der Erde, eines Asteroideneinschlags vor 2,6 bis 3,8 Milliarden Jahren. Lange versuchten Forscher, die außerirdische Herkunft der schwarzen Diamanten zu belegen, indem sie, wie bei Mineralien üblich, ihr Absorptionsspektrum bestimmten. Dies gelang bislang vor allem deshalb nicht, weil sich das Infrarotlicht aufgrund der typischen porösen und quarzdurchsetzten Struktur der schwarzen Diamanten stets vollständig verlor.

Schließlich gelang es 2006 den Forschern Jozsef Garai und Stephen Haggerty von der Florida International University, die Quarzanteile mit Hilfe von Salzsäure und Flusssäure zu entfernen und das Infrarot-Spektrum der schwarzen Diamanten zu bestimmen.

Die Wissenschaftler untersuchten die gemahlenen Carbonado-Proben mit Hilfe von Synchrotronstrahlung und richteten ihr Augenmerk auch auf die Gaseinschlüsse in den Poren der schwarzen Diamanten. Sie verglichen die Proben mit kosmischen Nanodiamanten und präsolaren Diamanten in Meteoriten.

Die poröse, mikrokristalline Struktur und das für schwarze Diamanten typische Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope und Stickstoff-Einschlüsse könne unmöglich unter vergleichbaren Entstehungsbedingen zustande gekommen sein, wie gewöhnliche Diamanten, so die Forscher im Fachblatt »Astrophysical Journal Letters«. Auch deute der Gehalt an Wasserstoff auf eine außerirdische Herkunft der schwarzen Diamanten.

Für die These zur interstellaren Herkunft spricht auch, dass schwarze Diamanten zwar immer gemeinsam mit normalen Diamanten gefunden wurden, nie jedoch in den dafür typischen Entstehungsumgebungen. Ein Beispiel dafür ist die Region des Macaúbas-Flusses: Auch hier wurden die schwarzen Schönheiten stets in sekundären Seifen entdeckt, niemals aber im typischen Muttergestein von Diamanten, dem Kimberlit. Außerdem wurden in der Umgebung auch andere Edelsteine gefunden, die ebenfalls nicht dort entstanden sein können, sondern vermutlich durch einen eiszeitlichen Gletscher dorthin transportiert wurden.

... oder irdisches Mysterium?

Eine Varietät der schwarzen Diamanten ist das Mineral Yakutit aus der sibirischen Provinz Yakutien. Yakutit zeigt verschiedene mikrokristalline Abweichungen von den in Brasilien und Zentralafrika gefundenen schwarzen Diamanten und wurde, anders als die Carbonados aus Brasilien und Zaire, in den sibirischen Lagerstätten gemeinsam mit weißen Diamanten gefunden. Dieser Umstand wurde von den Forschern als Zeichen für eine vulkanische Entstehung schwarzer Diamanten auf der Erde gewertet.

Ein umfassender und sehr lesenswerter Artikel von G. J. H. McCall zu den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um schwarze Diamanten erschien 2009 in der Elsevier-Publikation »Earth Science Reviews«.

Die Fundstätten im Chapada Diamantina, Bahia wurden vollständig stillgelegt und zum Naturschutzgebiet erklärt. Inzwischen dürfen weder weiße noch schwarze Diamanten abgebaut werden. Zoom Die Fundstätten im Chapada Diamantina, Bahia wurden vollständig stillgelegt und zum Naturschutzgebiet erklärt. Inzwischen dürfen weder weiße noch schwarze Diamanten abgebaut werden. Foto: Danielle Pereira

Die verborgenen Lagerstätten

Große Teile der Weltproduktion an schwarzen Diamanten wurden in Brasilien in der Macaúbas-Region gefördert. Schwarze Diamanten wurden außerdem in Borneo, Britisch-Guyana, China, Russland, Venezuela, Westaustralien und im zentralafrikanischen Zaire (Ubangui) gefunden. Eine Varietät der schwarzen Diamanten wurde in der sibirischen Provinz Yakutien entdeckt und Yakutit genannt. Yakutit weicht in der Kristallstruktur von anderen schwarzen Diamanten ab, was auf eine irdische, vulkanische Entstehung schließen lässt.

Die Fundstätten stehen nicht im Widerspruch zur Theorie eines Meteoriteneinschlags, denn zum Zeitpunkt der Entstehung der Carbonados hingen der südamerikanische und der afrikanische Kontinent noch zusammen.

3.167 Karat: Der »Carbonado do Sérgio«

Meist sind schwarze Diamanten nicht größer als 0,001 oder 0,2 Millimeter. Ausnahmen bestätigen die Regel: So fand man 1905 in Bahia den legendären schwarzen Rohdiamanten »Carbonado do Sérgio« von 3.167 Karat, der – weiße Diamanten eingeschlossen – gleichzeitig als der größte Diamant der Welt gilt. Er hatte damals einen Wert von rund 17.400 USD und wäre heute wohl schier unbezahlbar.

Die Region Bahia in Brasilien ist eine der wichtigsten Fundorte für schwarze Diamanten, und so waren es auch die Portugiesen, die den Begriff »Carbonado« aufgrund der Ähnlichkeit zu poröser Holzkohle zur Mitte des 18. Jahrhunderts prägten.

312,2 Karat: Der »Spirit of de Grisogono«

Der weltweit größte geschliffene schwarze Diamant ist der »Spirit of de Grisogono«, zu deutsch »Geist von de Grisogono«, der als Rohdiamant von 587 Karat in einer zentralafrikanischen Mine gefunden wurde.

Der klassische Mogulschliff von 312,2 Karat stammt aus der Genfer Juweliermanufaktur »de Grisogono« und wurde gemeinsam mit 702 weißen Brillanten von insgesamt 36,69 Karat in einen Weißgoldring gefasst, der sich heute im Privatbesitz befindet. Sein Schöpfer Fawaz Gruosi, der italienisch-libanesisch-stämmige Mitgründer und heutige Alleininhaber von »de Grisogono«, ließ sich dabei vom Schliff und von der faszinierenden Geschichte des Black Orlov inspirieren.

202 Karat: Der »Black Star of Africa«

Der »Black Star of Africa«, zu Deutsch der »schwarze Stern von Afrika«, galt mit 202 Karat lange Zeit als der größte schwarze Diamant der Welt. Sein Besitzer ist unbekannt. Seit er 1971 auf einer Ausstellung in Tokio einen Preis von 1,2 Millionen Dollar erzielte, stand er nicht wieder zum Verkauf.

Der »Black Star of Africa« ist nicht zu verwechseln mit dem »Star of Africa« aus der südafrikanischen Premier Mine, dem größten jemals gefundenen weißen Diamanten der Welt nach dem schwarzen »Carbonado do Sérgio« mit einem Gewicht von 3.106 Karat. Aus dem »Star of Africa« entstanden nach seiner Teilung unter anderem die Cullinan Diamanten I–IV.

160,18 Karat: Der »Table of Islam«

Über den »Table of Islam« ist nur wenig bekannt. Der im Smaragdschliff geschliffene, 160,18 Karat geschliffene schwarze Diamant wurde zuletzt 1971 in einer Ausstellung in Tokio gesehen.

115,34 Karat: Der »Gruosi Diamant«

Mit seinem Faible für schwarze Diamanten war der Namensgeber Fawaz Gruosi, ebenfalls Schöpfer des »Spirit of de Grisogono«, einer der ersten Fachleute, der das ungeheure Potenzial schwarzer Diamanten für die Mode erkannte. Aus seiner Schleiferei »de Grisogono« stammt auch der herzförmige »Gruosi Diamant«, der ursprünglich als ovaler Schliff vorgesehen war.

Nach eingehender Prüfung des 300,12 karätigen schwarzen Rohdiamanten entschied Gruosi sich jedoch aufgrund der fragilen kristallinen Struktur, den schwarzen Diamanten in Antwerpen zu einem 115,34 karätigen Herzschliff umarbeiten zu lassen. Der »Gruosi Diamond« ziert, umrahmt von kleinen weißen Brillanten und einer Kette aus weiteren schwarzen Diamanten und goldenen Elementen, ein einzigartiges Collier.

88 Karat: Der »Korloff Noir«

Mit 88 Karat bringt der »Korloff Noir« leider nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen 421 Karat des schwarzen Rohdiamanten auf die Waage, einen Tribut, den er seiner porösen und schwer spaltbaren Kristallstruktur zollt, die für schwarze Diamanten so typisch ist. Einstmals im Besitz des reichen St. Petersburger Adelsgeschlechts Karloff-Sapozhnikov wurde der »Korloff Noir« in den Wirren der Oktoberrevolution von 1917 dem französischen Juwelier Daniel Paillasseur zum Kauf angeboten, der in als Markenzeichen erwarb und sein Unternehmen danach benannte.

Mit ihrem Juwelier-Imperium sind die Korloff Jewelers heute mit mehr als 450 Verkaufsstellen in den größten und wichtigsten internationalen Metropolen vertreten. Vielen berühmten Persönlichkeiten soll die bloße Berührung des »Korloff Noir« ebenfalls Glück und Wohlstand eingebracht haben, darunter dem Tennisspieler Pete Sampras, den Schachmeistern Garri Kasparov und Anatoly Karpov und den Eiskunstläufern Alexei Konstantinowitsch Jagudin und Marina Wjatscheslawowna Anissina.

Und weil ein solcher Mythos gewissermaßen verpflichtet, ist der »Korloff Noir« in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf Ausstellungen in der ganzen Welt zu sehen, die in der Regel mit der Eröffnung einer neuen Korloff-Filiale zusammen fallen.

67,5 Karat: Der »Black Orlov«

Die jahrhundertealte Faszination der Carbonados zeigt auch die Geschichte des »Black Orlov«. Mit 67,5 Karat ist der »Black Orlov« zwar nicht der größte schwarze Diamant, wohl aber der berühmteste. Man vermutet, es handelt sich beim »Black Orlov« um das »Auge des Brahman«, einen schwarzen Diamanten, der einmal ein hinduistisches Tempelbild geziert und 195 Karat gewogen haben soll. Der Gott Brahma, der die Welt erschaffen hat, symbolisiert im Hinduismus das Prinzip der Schöpfung. Ein Priester soll den Edelstein aus dem Tempelschatz geraubt haben.

Fürst Orlov kaufte den schwarzen Diamanten Mitte des 18. Jahrhunderts für über 400.000 Rubel und legte ihn seiner verflossenen Geliebten, der russischen Zarin Katharina zu Füßen. Doch leider verliebte diese sich daraufhin nicht wieder in Fürst Orlov – wohl aber in den schwarzen Diamanten, den sie dankend annahm. Jahre später sollen sowohl die Zarin Nadia Vyegin-Orlov wie auch die spätere Besitzerin Prinzessin Galitsine-Bariatinsky und der Händler J. W. Paris – letzterer nach dem Verkauf des Steins – in den Tod gesprungen sein.

Um den Fluch dieser dunklen Geschichten zu brechen, wurde der schwarze Diamant in jenen 67,5-Karäter aufgespalten, den wir heute als »Black Orlov« kennen. Gemeinsam mit 108 Diamanten von insgesamt 124 Karat wurde er in eine Diamantenbrosche gefasst, die an einem Collier befestigt ist. Seither wurden keine derartigen Geschichten mehr zum »Black Orlov« bekannt. Nachdem der schwarze Diamant 1995 bei Sotheby's für 1,5 Mio. USD verkauft wurde und zuletzt 2005 im Natural History Museum in London öffentlich zu sehen war, ging er in den Besitz eines unbekannten privaten Investors über.

33,74 Karat: »The Amsterdam«

Der birnenförmige schwarze Diamant »The Amsterdam« mit 145 Facetten wurde aus einem 55,85-karätigen Rohstein heraus gearbeitet und erstmals 1973 bei Drukker & Sons in Amsterdam vorgestellt. Seinen Namen erhielt er zu Ehren des 700-jährigen Jubiläums der Stadt Amsterdam. Beim Verkauf erzielte er im Jahr 2001 den bis dahin höchsten jemals für einen schwarzen Diamanten erzielten Preis von 352.000 Dollar, später lediglich gefolgt vom »Black Orlov«.

Drukker & Sons, Amsterdam, war ein traditionsreiches und für seine Kunstfertigkeit bekanntes Familienunternehmen. Der Firmengründer Max Drukker (1907-1995) wurde in der Diamantenbranche durch den Schliff des kleinsten Brillanten der Welt mit nur 0,0001022 Karat bekannt, den er trotz der mikroskopischen Ausmaße von 0,22 mm mit den für einen Brillantschliff erforderlichen 57 Facetten ausstattete.