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IGI Colored Stone Report

Qualität von Edelsteinen

Bewertung der Qualität von Edelsteinen

Eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren fließt in die Bewertung der Edelsteinqualität ein. Darunter ist die Farbe der wichtigste Faktor bei der Preisbestimmung, da andere Bewertungsfaktoren wie die Größe (Karat), der Schliff und die Reinheit sich unmittelbar auf die Farbgebung auswirken. Der Seltenheitswert eines Edelsteins, sein Herkunftsland und der Grad der Transparenz sind weitere Faktoren, die Einfluss auf die Qualität und damit auch den Wert eines Edelsteins nehmen.

Rubin mit Edelsteinzertifikat der IGI im Safetycase.Zoom Rubin mit Edelsteinzertifikat der IGI im Safetycase.Foto: Digger’s

Privatanleger, die die Qualität von Edelsteinen nicht selbst zuverlässig einstufen können, sollten ausschließlich zertifizierte Edelsteine als Anlage erwerben. Die unabhängigen zertifizierenden Institute legen hohe Qualitätsmaßstäbe an und garantieren die Echtheit des Steins. Damit erhöht sich auch der Wiederverkaufswert.

Auch für Schmuckkunden ist eine Zertifizierung grundsätzlich anzuraten, insbesondere wenn man Schmuckstücke zugleich als Wertanlage betrachtet. In der Schmuckindustrie werden nicht selten minderwertige Steine zu überhöhten Preisen verkauft.

Von der Kunst und der Künstlichkeit

Natürliche Vorkommen von Edelsteinen finden sich unter anderem in Afrika, Burma, China und Russland, in Nord- und Südamerika sowie Australien. Die Preise für hochwertige Edelsteine steigen auf dem Weltmarkt seit Jahren, sodass sich vor allem in den Edelstein fördernden Ländern findige Geschäftsleute der künstlichen Produktion von Edelsteinen verschrieben haben. Vor allem Russland stellt, basierend auf dem Know-How der Raumfahrtforschung, besonders farbenfreudige und große Edelsteine her, und das bei teils lupenreiner Qualität. Und so verlässt immer häufiger billiges Graphit als Retortenklunker mit bis zu sechs Karat die High-Tech-Pressen. Doch sind solche künstlichen Edelsteine und Diamanten den Naturkunstwerken tatsächlich ebenbürtig?

Echte Edelsteine sind selten und nicht durch Zirkonia zu ersetzen.Zoom Echte Edelsteine sind selten und nicht durch Zirkonia zu ersetzen.Foto: Noee

Für jeden Experten ist diese Fragestellung selbstverständlich rein rhetorisch. Der vergleichsweise günstige Preis ist nur für gebrauchsorientierte Schnäppchenjäger ein Argument. Während ein Karat in der künstlichen Herstellung nur rund 1.000 Dollar kostet, ist ein vergleichbar großer natürlicher Edelstein erst ab 8.000 Dollar zu haben.

Dennoch bevorzugt die Anlegerschaft klar das Original, denn der Grundsatz einer jeden Sachwertanlage lautet: Investiere in ein natürlich verknapptes Produkt. Edelsteine sind echte Schätze der Natur, von Menschenhand durch die Perfektionierung des Schliffs zum Kunstwerk erhoben.

Und so verhält es sich mit Edelsteinen wie mit anderen Kunstwerken auch: Je seltener und hochwertiger das Exemplar, desto wertvoller ist es.

Dennoch geht der Trend zum Imitat nicht spurlos an der Diamanten- und Edelsteinbranche vorbei. Heute werten bestimmte Arten von Einschlüssen einen Edelstein sogar noch auf, gelten sie doch als Nachweis des natürlichen Entstehungsprozesses. Auch gehören umfangreiche Prüfungsprozesse mit aufwändigem technischen Equipment bei den zertifizierenden Insitute heute zum Standard, um Fälschungen vorzubeugen.