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Kaufberatung für Schmuck

Schmuck spricht die Sinne an und verleiht unserer Individualität Ausdruck. Damit steht Schmuck im Kontrast zu der technisierten, virtuellen Welt, die uns umgibt. Apropos virtuell: Was sollte man beachten, wenn man echten Schmuck online kaufen möchte? 

Schmuck online kaufen

Tatsächlich findet man »auf den ersten Klick« häufig billigen, industriell gefertigten Schmuck. Unsere Tipps helfen, die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis von echtem Schmuck besser zu beurteilen:

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Geschichte und Symbolik von Schmuck

Schmuck ist mehr als nur Zierde. Schmuck kann Zusammengehörigkeit ausdrücken, aber auch Individualität. Er steht in direkter Verbindung zu unseren Emotionen und Wertvorstellungen. Auch als Wertanlage ist Schmuck mehr als die Summe seiner Rohstoffe.

Schmuck als Wertanlage

Angesichts der Bedeutung von Schmuck in der Kulturgeschichte der Menschen überrascht es nicht, dass Schmuck seit jeher auch als Wertanlage verstanden wird. Je seltener die verarbeiteten Materialien sind, desto kostbarer und werthaltiger ist der Schmuck. Gold, Edelsteine und Diamanten sind nun einmal begrenzt verfügbare Ressourcen.

Doch welcher Schmuck überdauert die Zeit? Welcher Schmuck wird eingeschmolzen, und welcher über Generationen hinweg aufbewahrt?

Schmuck lässt sich nicht auf den Materialwert reduzieren

Es ist eben nicht nur der Materialwert, der echten Schmuck wertvoll macht. Es sind auch die Qualität und Kunstfertigkeit der Verarbeitung und natürlich das Design. Wer sich beispielsweise für historischen Schmuck begeistert, schwärmt meist für eine bestimmte Epoche, in der typische Designelemente Verwendung fanden.

Das Design verkörpert die Werte und Ideale einer Zeit. Irgendwo zwischen Metall und Geschmeide liegt das Lebensgefühl der »wilden 1920-er Jahre« oder der »Roaring Sixties«. Nur selten können wir begründen, warum uns das Design so gut gefällt. Wir »erfühlen« die Farben- und Formensprache – und lieben diesen Schmuck einfach.

Nur hochwertiger Schmuck ist dauerhaft werthaltig

Gleich ob unser Herz für modernen oder historischen Schmuck schlägt, ist dennoch immer klar, dass Modeschmuck niemals den gleichen Wert haben wird, wie echter Schmuck. Übrigens geht das Wort Modeschmuck auf die Designerin Coco Chanel zurück, die in den 1920-er Jahren erstmals eine Schmuck-Kollektion aus günstigem Materialen entwarf, die zu ihrer Kollektion passte. Heute verstehen wir darunter meist billigen, massenhaft industriell hergestellten Schmuck.

Natürlich spielt die Mode bei Schmuck eine wichtige Rolle. Eine gewisse Zeit lang mag Schmuck aus der Mode kommen. Irgendwann sind es jedoch gerade jene modischen Besonderheiten, die ihn wertvoll machen. Jenseits von Zeitgeist und Mode schätzt der Mensch die Einzigartigkeit von Schmuck und das handwerkliche Können der Gestalter. Deshalb wird industriell hergestellter Schmuck – ganz egal ob es sich dabei um Modeschmuck oder um echten Schmuck handelt – auch in Zukunft nie so wertvoll sein wie ein handgefertigtes Unikat aus Edelmetallen und Diamanten. Das sagt uns die Erfahrung von Jahrhunderten.

Wer in Schmuck investieren möchte, sollte die Qualität auf allen Ebenen im Blick haben: Die Qualität der Materialien, die Qualität des Designs und die Qualität der Verarbeitung.

Schmuck ist Spiegel unserer Kultur

Wenn wir heute Schmuck kaufen oder auch verschenken, geht dies auf jahrtausendealte Bräuche zurück. Forscher wissen inzwischen, dass Menschen seit mindestens hunderttausend Jahren Schmuck tragen und demnach rund 25.000 Jahre früher damit begannen, als bislang angenommen. Bereits im Neolithikum wurde aufwändiger Schmuck hergestellt, zum Beispiel mehrreihige Halsketten.

Lange bevor es Geld gab, galt Schmuck bereits als wertvoll. Schon in der Altsteinzeit ist die Verwendung von Schneckenhäusern, Muscheln, Tierzähnen oder Tierknocken als Schmuck belegt. Wer Schmuck im Verlauf der Menschheitsgeschichte betrachtet, betrachtet also den Menschen selbst mit seinen Werten, Fähigkeiten und vor allem mit seinen Träumen. Denn in der Regel schmücken wir uns nicht mit etwas Gewöhnlichem – wir wählen besonderen Schmuck.

Schmuck spiegelt die Einzigartigkeit und Vielfalt einer jeden Kultur. Mit Hilfe von Schmuck drücken wir unsere soziale Stellung und die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen aus. Das gilt noch heute, wenn auch auf einer subtilen nonverbalen Ebene. Gleichzeitig ermöglicht uns Schmuck, unserem Schönheitsempfinden Ausdruck zu verleihen und dadurch unsere Identität zu definieren. Bis zum Ende des Mittelalters war Schmuck zwar immer ein Statussymbol, aber dennoch meist an eine Funktion gebunden, zum Beispiel ein Gewand zusammenzuhalten.

Schmuck ist ein Symbol

Schmuck ist derart in unseren Traditionen verankert, dass sein Fehlen regelrecht auffällt. Zu einem festlichen Kleid mit einem hübschen Ausschnitt gehört erwartungsgemäß eine Kette – fehlt sie, fällt das auf. Auch wer verheiratet ist, seinen Ehering jedoch nicht trägt, muss sich auf verwunderte Blicke und Rückfragen gefasst machen.

Die wichtigsten Etappen unseres Lebens besiegeln wir durch das Verschenken von Schmuck, angefangen bei der Taufkette über Verlobungs- und Eheringe über den Talisman bis hin zu der Tradition, Familienschmuck nach dem Tod einer geliebten Person in Ehren zu halten. Schmuck ist ein Symbol und tief in den Ritualen unserer Kultur verankert. Es gibt kaum Gegenstände, die so emotional belegt sind wie Schmuck.

Ringe als Symbole der Treue

Das Schmuck in der Regel eine Bedeutung hatte, zeigt sich auch bei historischem Schmuck, der Wertigkeit der Materialien, der Gestaltung und Ikonografie. Auch in der Literatur finden sich etliche Beispiele für die Symbolik des Rings, zum Beispiel Märchen über Zauberringe mit besonderen Fähigkeiten.

In Tschechien fand man Ringe aus Mammutelfenbein, die mehr als 21.000 Jahre alt sind. Zu Beginn der Metallzeit, lange vor der Erfindung von Münzen, wurden Ringe in Form von Ringgeld als Zahlungsmittel verwendet. Auch die Bedeutung von Ringen als Symbole der Liebe und Treue hat eine lange Geschichte. Schon im antiken Ägypten und in Rom tauschte man bei einer Eheschließung die Ringe. Die Römer trugen die Ringe bereits an dem nach ihm benannten Ringfinger und drückten so den Besitz der Frau und den Erhalt der Mitgift aus. In Europa wurden Siegelringe erst im Mittelalter gebräuchlich und dienten als Zeichen der Macht und Beweis der Identität von Würdenträgern.

Schmuck in Herzform als Symbol der Liebe

Als Symbol der Liebe ist das Herz eine der beliebtesten Formen für Schmuck. Die Herz-Symbolik leitet sich von griechischen, römischen und frühchristlichen Efeu-Darstellungen ab, einer langlebigen immergrünen Pflanze, die für Ewigkeit stand. Mönchische Buchmaler des 12. und 13. Jahrhunderts übernahmen diese Symbolik in der Minneliteratur für die Darstellung von körperlicher Liebe. Sie schmückten Liebesdarstellungen erstmals mit roten Efeublättern aus, der Farbe des Blutes, die seit prähistorischer Zeit für Leben, Gesundheit und Liebe steht. Auch Psychologen sehen eine sexuelle Bedeutung und attestieren dem Herz eine auffällige Ähnlichkeit mit dem weiblichen Gesäß, die erheblich zur Verbreitung des Herz-Symbols beigetragen haben soll.

Im Herz-Jesu-Kult der katholischen Kirche wurde das Herz zum Sinnbild der Barmherzigkeit und Hingabe umgedeutet. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wurde auch das menschliche Herz in Herzform dargestellt. Erst im 15. Jahrhundert fand es Einzug auf Spielkarten. Unabhängig von der abendländischen Herzdarstellung findet sich das Herz auch im Buddhismus als herzförmiges Feigenblatt und Symbol der Erleuchtung.

Schmuck in Blumenform als Symbol der Weiblichkeit

Schmuck wird häufig in Blumen- und Pflanzenform dargestellt. Viele Kunst- und Stilepochen verwendeten auch für Schmuck stilisierte Blumendarstellungen, zum Beispiel der Jugendstil, der häufig Darstellungen weiblicher Schönheit mit ornamentalen Blumenmotiven verbindet.

Betrachtet man die Symbolik der Blumen, wird derselben Blume zuweilen auch je nach Farbe eine unterschiedliche Aussage zugeschrieben. So steht die rote Rose für Leidenschaft und Liebe, die rosafarbene hingegen für Unschuld und Treue. Was Psychologen zur Rose und zu weiblichen Organen einfällt, kann man sich denken. Gut dass wir uns mit Hilfe der Blumensprache – sei es in Form von Schmuck oder von echten Blumen – ein wenig indirekter ausdrücken können, als die Psychologen.